Ökologisch Dämmen: Holzfaser vs. Hanffaser – Welche flexible Dämmplatte passt zu Ihrem Projekt?

Wer heute baut oder renoviert, sucht mehr als nur Wärmeschutz. Gefragt sind Wohngesundheit, sommerlicher Hitzeschutz und Nachhaltigkeit. Flexible Dämmmatten aus Holzfaser und Hanffaser sind die Stars im ökologischen Innenausbau. Aber wo liegen die Unterschiede, und welche Stärke brauchen Sie für welches Vorhaben?

In diesem Guide erfahren Sie alles über die Praxisanwendung von 30 mm bis 140 mm.

Die Allrounder: Praxisnahe Einsatzgebiete nach Stärke

Flexible Dämmmatten zeichnen sich durch ihre Klemmwirkung aus. Sie lassen sich leicht zwischen Sparren oder Ständerwerke einpassen.

Geringe Stärken (30 mm – 60 mm): Die Problemlöser

  • Installationsebene: Ideal für die 40 mm oder 60 mm starke Lattung auf der Innenseite von Außenwänden. Hier werden Leitungen verlegt, und der Dämmstoff verhindert Schallübertragung.

  • Hohlraumdämmung: Perfekt für Trennwände im Trockenbau. Hierfür empfehlen wir die flexible Holzfaserdämmung in 40mm oder 60mm, um den Schallschutz massiv zu verbessern.

Mittlere Stärken (80 mm – 100 mm): Sanierungsprofi

  • Innendämmung von Fachwerk: Bei dicken Wänden wird oft eine moderate Stärke gewählt. Eine Hanffaserdämmung in 80mm ist hier besonders beliebt, da sie feuchtigkeitsregulierend wirkt.

  • Kellerdecken: Wenn die Deckenhöhe begrenzt ist, bieten 100 mm Holzfaserplatten bereits einen spürbaren Effekt gegen kalte Füße im Erdgeschoss.

Hohe Stärken (120 mm – 140 mm): Volle Performance

  • Zwischensparrendämmung: Bei der Dachsanierung werden diese Stärken genutzt, um den Raum zwischen den Balken vollständig auszufüllen.

  • Holzrahmenbau: Als Kerndämmung in Außenwänden. Greifen Sie hier zur 140 mm Holzfaserdämmplatte für maximalen winterlichen Kälteschutz und sommerliche Kühle.


Der direkte Vergleich: Holzfaser vs. Hanffaser

Beide Materialien sind diffusionsoffen („atmungsaktiv“) und bieten einen exzellenten sommerlichen Hitzeschutz. Dennoch gibt es feine Unterschiede:

Merkmal Holzfaserdämmung Hanffaserdämmung
Vorteile Extrem hoher Hitzeschutz; beste Klemmwirkung; Preis-Leistungs-Sieger. Resistent gegen Schimmel & Schädlinge; sehr hautverträglich (kratzt nicht).
Beste Anwendung Dachschräge, Trennwände, Decken. Feuchtere sensible Bereiche, ökologische High-End Sanierung.

Profi-Tipp für Heimwerker: Der saubere Schnitt

Das häufigste Problem beim Verarbeiten von flexiblen Naturdämmstoffen ist ein ausgefranster Schnitt.

Der Trick: Nutzen Sie kein normales Cuttermesser! Für Holzfasern benötigen Sie ein spezielles Dämmstoffmesser mit Wellenschliff.

Für die besonders zähe Hanffaser wirkt eine herkömmliche elektrische Brotschneidemaschine oder ein elektrisches Küchenmesser oft Wunder, wenn Sie kein Profi-Gerät zur Hand haben. Das sorgt für saubere Kanten und verhindert Kältebrücken durch unschöne Lücken im Gefach.


Sie planen Ihr nächstes Projekt?

Egal ob Sie auf die bewährte Holzfaser oder die widerstandsfähige Hanfdämmung setzen – wir liefern das passende Material direkt auf Ihre Baustelle.