Eine neue Holzfassade verleiht deinem Haus Charakter, schützt die Bausubstanz und steigert den Gebäudewert. In diesem Ratgeber erfährst du alles, was du für dein Fassadenprojekt im Herbst wissen musst:
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Orientierung: Die Unterschiede & Wirkung von senkrechten und waagerechten Fassaden
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Profil-Check: Eigenschaften, Vor- und Nachteile von Boden-Deckel, Keilspund, Rhombus & Co.
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Praxis-Guide: Der richtige Aufbau der Unterkonstruktion und die passende Befestigung
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Profi-Tipp: Wie du mit der richtigen Tropfkante die Lebensdauer deiner Fassade verlängerst
Senkrecht oder Waagerecht? Die wichtigsten Unterschiede
Die Richtung der Schalung prägt nicht nur die Architektur Ihres Gebäudes, sondern hat auch funktionale Auswirkungen auf den Witterungsschutz und die Lattung.
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Senkrechte Schalung (Vertikal):
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Optik: Lässt das Gebäude optisch höher, schlanker und moderner wirken.
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Wasserablauf: Regenwasser fließt in Faserrichtung schnell nach unten ab.
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Konstruktion: Benötigt eine Doppellattung (Kreuzlattung), da die finale Traglattung waagerecht verlaufen muss.
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Waagerechte Schalung (Horizontal):
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Optik: Verleiht dem Haus eine strukturierte, bodenständige und breitere Breitenwirkung.
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Wasserablauf: Profile sind so geformt (z. B. Schrägen/Tropfkanten), dass das Wasser nach vorne abläuft.
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Konstruktion: Einfache vertikale Konterlattung reicht in der Regel aus, was Zeit und Material spart.
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1. Senkrechte Holzfassaden: Dynamisch & Modern
Senkrechte Schalungen sind voll im Trend. In unserer Rubrik für senkrechte Holzfassaden bieten wir verschiedene Profiltypen für individuelle Ansprüche:
Die Profilvarianten im Vergleich
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Boden-Deckel-Schalung (Fichte oder Lärche):
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Eigenschaften: Der rustikale Klassiker. Untere Bretter (Boden) und obere Bretter (Deckel) werden überlappend montiert. Erhältlich in sägerauer (hohe Farbaufnahme, rustikal) oder gehobelter Oberfläche.
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Vorteile: Sehr tolerant gegenüber Dimensionsänderungen des Holzes; einfache Montage.
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Nachteile: Höherer Materialverbrauch durch die Überlappung.
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Vorvergraute Fichtenschalung (Nut & Feder mit schwarzer Feder):
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Eigenschaften: Werkseitig vorvergraut in zwei unterschiedlichen Breiten erhältlich. Die schwarze Feder erzeugt optisch eine schicke, tiefe Schattenfuge.
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Vorteile: Kein unregelmäßiges Vergrauen in den ersten Jahren – die Optik bleibt von Tag 1 an gleichmäßig edel.
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Nachteile: Farbbeschichtung sollte nach vielen Jahren bei Bedarf aufgefrischt werden.
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Wechselfalzprofil aus Lärche:
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Eigenschaften: In zwei Breiten lieferbar. Durch den Stufenfalz entsteht eine geschlossene, stramme Fläche mit klarer Linienführung.
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Vorteile: Sehr gute Eigendichtigkeit gegen Wind und Regen bei moderner Flachoptik.
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2. Waagerechte Holzfassaden: Zeitlos & Funktional
Waagerechte Fassaden sind echte Dauerbrenner. Entdecken Sie in unserer Kategorie für waagerechte Holzfassaden folgende Lösungen:
Die Profilvarianten im Vergleich
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Keilspundprofile (nordische Fichte oder europäische Lärche):
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Eigenschaften: Keilförmiger Querschnitt für optimale Überlappung. Wahlweise in sägerau oder glatt gehobelt.
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Vorteile: Hervorragender konstruktiver Holzschutz, da Regen extrem schnell abgleitet.
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Nachteile: Nur waagerecht einsetzbar.
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Offene Rhombusleisten (europäische Lärche):
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Eigenschaften: Parallelogramm-Leisten mit Lücke verlegt.
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Vorteile: Sehr moderne, luftige Architektur; extrem gute Belüftung.
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Nachteile: Zwingend eine hoch UV-beständige, schwarze Fassadenbahn dahinter erforderlich.
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Rhombusprofile mit Nut und Feder (europäische Lärche):
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Eigenschaften: Erhältlich komplett roh oder mit schwarzer Feder.
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Vorteile:
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Bietet die beliebte Rhombus-Optik, ist aber geschlossen. Wind- und regendicht ohne aufwendige Spezialbahn.
- ohne sichtbare Befestigung.
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Die richtige Unterkonstruktion & Befestigung
Eine Holzfassade steht und fällt mit der Hinterlüftung. Das Holz muss von hinten trocken gefönt werden können, wenn Feuchtigkeit eindringt.
1. Der Aufbau der Konterlattung
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Bei waagerechter Schalung: Eine senkrechte Lattung (z. B. $30 \times 50\,\text{mm}$ oder $40 \times 60\,\text{mm}$) auf der Wand genügt. Die Luft zirkuliert von unten nach oben.
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Bei senkrechter Schalung: Erst eine senkrechte Grundlattung, darauf eine waagerechte Traglattung (Kreuzlattung). Damit die Luft hinter der waagerechten Traglattung aufsteigen kann, werden Latten oft leicht angefast oder auf Abstand montiert.
2. Befestigungsmittel
Verwenden Sie ausnahmslos Edelstahlschrauben (V2A oder V4A). Normale verzinkte Schrauben reagieren mit den Gerbstoffen im Holz (besonders bei Lärche) und hinterlassen schwarze, unschöne Laufspuren.
Profi-Tipp für den Herbst: Der Tropfkanten-Schnitt
Achten Sie beim Zuschnitt der Bretter am unteren Fassadenabschluss auf eine 45°-Schräge (Tropfkante) an der Unterseite. Wenn die Kante nach innen hinterdacht geschnitten ist, reißt der Regentropfen an der tiefsten Spitze sofort ab und zieht nicht durch Kapillarwirkung in die Stirnkanten des Holzes. Versiegeln Sie diese Schnittkanten zusätzlich mit einer Hirnholzversiegelung!
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